Lasertherapie der gutartigen Prostatavergrößerung

Holmium Laserenukleation der Prostata (HoLEP)

Die Holmium-Laser-Enukleation der Prostata (HoLEP) ist zunehmend zum Standard in der operativen Therapie der gutartigen Prostatavergrößerung geworden. Der Eingriff bietet eine hervorragende Effektivität in der Entfernung von Prostatagewebe bei einem günstigen Risikoprofil verglichen mit den herkömmlichen Methoden (z.B. „abhobeln“ der Prostata (TUR-P)). 

Wie funktioniert die HoLEP?

Die Operation erfolgt endoskopisch durch die Harnröhre. Die HoLEP entfernt mittels Laser die gutartig vergrößerten Anteile der Prostata vollständig. Der verwendete Laser hat lediglich eine Eindringtiefe von 0,1 bis 0,2 mm. Damit ist eine besonders umgebungsschonendes Operieren möglich.  Im Anschluss der Enukleation wird das ausgehöhlte Gewebe in der Blase zerkleinert und abgesaugt. Das entfernte Gewebe wird durch einen Pathologen vollständig untersucht. Die Operation kann unabhängig von der Größe der Prostata durchgeführt werden und ersetzt gerade bei großen Prostatadrüsen die offene Operation. Im Anschluss wird ein Katheter für 2 Tage zur Blasenspülung eingelegt. 

Für wen ist die HoLEP geeignet?

  • Für Patienten mit moderat bis hochgradigen Beschwerden 

  • Für jede Prostatagröße 

  • Für Risikopatienten unter Blutverdünnern 

  • Für Patienten mit rezidivierenden Harnwegsinfekten 

  • Für Patienten mit Blasensteinen 

  • Für Patienten mit Beeinträchtigung der Nieren 

  • Für Patienten mit Aussackung der Harnblasenwand (Divertikel)

  • Für Patienten mit therapierefraktärer Prostataentzündung (Prostatitis)

 

Wie sind die Ergebnisse der HoLEP?

Die Beschwerden, gemessen am IPSS Score (internationalen Prostata Symptomscore), verbessern sich auf einen Wert von 1,7 - 5,2 Punkten. Der maximale Harnstrahl gemessen am Uroflow verbessert sich auf 21,8 bis 27,9 ml/sek. Damit hat die Laserbehandlung der Prostata eine hervorragende Effektivität. Verglichen mit der transurethralen Resektion der Prostata (TURP) ist die HoLEP effektiver, führt seltener zu Blutungen und Transfusionen und führt nicht zu einem TUR Syndrom, d.h. Elektrolytverschiebungen im Blut, welche lebensbedrohlich werden können [1,2]. Die HoLEP hat im Vergleich der beiden Verfahren eine kürzere Katheterversorgung nach der OP verbunden mit einem kürzeren Krankenhausaufenthalt. Die Langzeitergebnisse zeigen eine niedrige Rate an Blasenhalsverengungen (-strikturen) (0,8%), Harnröhrenverengungen (-strikturen) (1,6%) und Re-Operationsraten auf Grund verbliebenem Gewebe (Residualadenoms) (0,7%) [3]. Schwerwiegende Komplikationen, wie die Verletzung des Schließmuskels oder der Blasenwand sind äußerst selten. 

Was muss man nach der HoLEP beachten?

Für 4 bis 6 Wochen: 

  • Thermalbäder und Saunen meiden 

  • Stuhl-Verstopfungen durch Anpassung der Ernährung vermeiden 

  • nicht schwerer als 5 kg heben 

  • Geschlechtsverkehr 2-3 Wochen vermeiden 

  • anstrengende sportliche Übungen und Fahrradfahren vermeiden

Häufig zeigt sich nach der Laserbehandlung der Prostata ein vorrübergehend verstärkter Harndrang. Dies erklärt sich dadurch, dass die ausgeschälte Prostata eine Wundhöhle darstellt, durch die Urin fließt. Das sorgt für einen Reizzustand, welcher einige Wochen verbleiben kann. Abhängig von der Schwere des gutartigen Prostatasyndroms kann durch stärkere Belastung des Schließmuskels durch das Gewicht des Urins eine Belastungsinkontinenz vorliegen. Zur Verbesserung der Belastungsinkontinenz kann ein Beckentraining durchgeführt werden und der Schließmuskel trainiert werden.

 

Literatur

1.          Ahyai SA, Gilling P, Kaplan SA, Kuntz RM, Madersbacher S, Montorsi F, Speakman MJ, Stief CG. Meta-analysis of functional outcomes and complications following transurethral procedures for lower urinary tract symptoms resulting from benign prostatic enlargement. Eur Urol. 2010 Sep;58(3):384-97. 

  

2.          Cornu JN, Ahyai S, Bachmann A, de la Rosette J, Gilling P, Gratzke C, McVary K, Novara G, Woo H, Madersbacher S. A Systematic Review and Meta-analysis of Functional Outcomes and Complications Following Transurethral Procedures for Lower Urinary Tract Symptoms Resulting from Benign Prostatic Obstruction: An Update. Eur Urol. 2015 Jun;67(6):1066-1096. 

  

3.          Elmansy HM, Kotb A, Elhilali MM. Holmium laser enucleation of the prostate: long-term durability of clinical outcomes and complication rates during 10 years of followup. J Urol. 2011 Nov;186(5):1972-6. 

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